Märlihof


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Märlihof

Presse

Paul und Regula Aschwanden: Auf ihrem Märlihof im Grossberg, der als Oase fernab der Hektik auf vielfältige
Art Seelennahrung bietet. Bild Franz Steinegger
Der Märlihof vom Lauerzerberg
Wer als Bauer überleben will,muss neue Wege suchen. DieFamilie Aschwanden vom
Grossberg weit oberhalb Lauerzeröffnet einen Märlihof, derKindern und Erwachsenen
Abwechslungund Erfrischendes für Geist und Seele bietet.
Von Franz Steinegger
Lauerz. – Sie wohnen in einer märchenhaften Landschaft. Auf dem Grossberg schweift der
atemberaubende Blick von der Rigi über den Rossberg bis zu den Mythen, tief unten liegen der Lauerzerund
der Zugersee.Regula und PaulAschwanden-Fischlin sind hier oben am Lauerzerberg seit 20 Jahren zu
Hause, haben zwei Kinder grossgezogen. Das 18 Hektaren grosse Bergheimet gibt nicht viel her, doch das
Leben ist farbig. Auf dem Biohof leben Esel, Minipigs, Zwergziegen, ein Bernhardinerund Katzen. Dazu
natürlich etwa Rindvieh in Mutterkuhhaltung, dessen Fleisch sie ab Hof verkaufen. Prominentestes
Mitglied dieser Lebensgemeinschaft ist zweifellos «Renate», die mit 28 Jahren eine der ältesten
Kühe derWelt sein dürfte (der «Bote»berichtete).
Lebensfroher Hof
Die beiden erwachsenen Kinder sind ausgezogen, «da überlegten wir uns, was wir noch neu machen
könnten», erzählt RegulaAschwanden. Sie stiess in der Zeitschrift der Landfrauen auf einenArtikel, der
einen gut gehenden Märlihof im Thurgau beschrieb. «Ich legte das auf die Seite, es liess mich
nicht mehr los. So entstand bei uns der Wunsch, etwas Ähnliches zu machen. Wir wollen hier oben nicht
einfach auf die Pensionierung warten.» In den letzten Wochen und Monaten stellten sie ein Indianerzelt auf,
ausgelegt mit Holzspänen und Sitzbänken aus Strohballen. In der Mitte ist eine Feuerstelle eingerichtet.
Daneben entstand ein Gehege für zwei Zwergschweine («Minipigs»). Ihr lebensfroher Hof mit den
unterschiedlichen Tieren wird am 16. Juni mit einem Fest «eingeweiht» und ist danach für die Öffentlichkeit
zugänglich.
Märchen erzählen im Tipi
Was unter dem neudeutschen Wort «Agrotourismus» beschrieben wird, beinhaltet im Grossberg einen
Streichelzoo, eine Spielwiese und Spass für jedes Alter. Eine Besenbeiz lädt zum Verweilen ein. Paul
Aschwanden ist gelernter Koch und hat das bisher schon bei Taufen, Hochzeiten oder Geburtstagsfesten
unter Beweis gestellt. Herzstück ist das Indianerzelt,in welchem Regula Märchen, Sagen und Mythen für
Kinder oder Erwachsene erzählt. Das ist einzigartig in der Zentralschweiz. «Seelennahrung fernab der
Hektik», wolle sie vermitteln, sagt RegulaAschwanden. Ein Erlebnis,mitten in der Natur, wo sich gestresste
Menschen erholen können. Sie hat in Deutschland eine Erzählerausbildung absolviert.
Ruhe in der Hektik des Alltags
Ein weiteres Angebot nennen die beiden 47-Jährigen «Bauern auf Zeit». Sie bieten Menschen die
Möglichkeit, «innerlich aufzuatmen und sich eine Weile auf den Rhythmus der Natur einzulassen», wie
Regula Aschwanden es formuliert. Sie hat eine Ausbildung in Eignungs- und Laufbahnberatung absolviert,
womit sie Menschen mit Problemen systematisch beraten und helfen kann. «Es gibt viele, die wegen des
nie abbrechenden Stresses mit familiären oder beruflichen Problemen anstehen. Ich möchte ihnen in
begleitenden Gesprächen helfen, natürlich nur, wenn sie es wünschen. Es gibt keine verbindlichen Zeiten,
sondern sie können sich äussern, wenn sie wollen», erklärt sie ihreVorstellungen. «Ich bin einfach da, um
ihnen bei Bedarf weiterzuhelfen.» Sämtliche Angebote sind nur auf Anmeldung möglich.
Weitere Infos unter www.märlihof.ch


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